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Hilfe bei Bauchschmerzen

"Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum? Es fühlt sich an, als wären es lauter Wackersteine!"

 

....fragt der Wolf aus dem Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein".

 

Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich morgens aufgewacht bin und das Grummeln in meinem Bauch das nahende Unheil verkündet hat. 

 

In den Zimmern nebenan schliefen meine beiden, kleinen Kinder und ich dachte nur, oh nein, wie soll ich mich denn heute um sie kümmern?

 

Da half nur noch der Griff zum Telefon und meine Schwiegereltern standen wenig später vor der Tür und für die Kinder hieß es "Oma und Opa Tag".

 

Ich selber habe meine Zeit mit einer Wärmflasche verbracht. 

 

Mit Fencheltee und Hunger, denn essen ging gar nicht. 

 

Hunger bedeutete für mich ein sicheres Gefühl, denn während ich Hunger hatte, hatte ich keine Bauchschmerzen, musste nicht zur Toilette. 

 

Aber Hunger fängt irgendwann an zu schmerzen. Er lässt sich nicht ignorieren.

 

So bestand mein Alltag aus dem Spiel zwischen Hunger ertragen und Essen fürchten. 

 

Als wir uns später unseren Hund anschafften und klar war, dass ich viel raus in die Natur musste,  habe ich Panik bekommen. Was wenn die Bauchschmerzattacken mit samt ihren Auswirkungen mich in der Natur überfallen?

 

Meine Strategie war einfach. Ich habe all die Dinge, die außerhalb meiner Wohnung stattfanden immer nüchtern und vor dem  Essen erledigt. Egal, ob das morgens oder mittags war. Länger habe ich den Hunger allerdings nicht ausgehalten, und dann in der Not gerade so viel gegessen, dass ich wieder eine Zeit lang über die Runden kam. 

 

Essen war komplett negativ behaftet.

 

Ich habe Essen nicht zugetraut, dass es mit gut tun kann, sondern habe immer gerade so viel gegessen, dass mein Hungergefühl weg war. 

 

Die Quittung bekam ich mit Kreislaufproblemen und Schwächeanfällen. 

 

Bauchschmerzen und Durchfall gingen davon aber auch nicht weg. 

 

Deshalb war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. 

 

Eine damalige Arbeitskollegin war Ernährungsberaterin nach Otto Brucker. Ihr Schwerpunkt lag also auf Rohkost und Vollkornprodukten. Ich habe die Bücher von Herrn Bruker verschlungen und alles war für mich so schlüssig, dass ich entschied, diesen Weg zu versuchen. 

 

Nach einer Woche schlimmster Bauchschmerzen und Durchfälle gab ich auf. 

 

Heute weiß ich, warum diese Ernährungsform nicht geholfen hat. Ich erkläre dir das gleich. 

 

Damals war ich verzweifelt und hoffnungslos. Denn auch von ärztlicher Seite bekam ich keine Hilfe. Alle Untersuchungen ergaben eigentlich immer nur, wie gesund ich war. Es gab bis auf meine Symptome keine Auffälligkeiten und auch keine Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. 

 

Diagnose: Reizdarm und ein schwaches Nervenkostüm. 

 

Sackgasse.

 

Ich habe also weitergelesen und gesucht und bin auf die 5-Elemente-Ernährung gestoßen. 

 

Als meine damalige Beraterin im Laufe unseres Gesprächs auch unter Anwendung der Antlitzdiagnose sagte: "Ja, du hast ja auch ein schwaches Verdauungssystem", bin ich in Tränen ausgebrochen, weil ich das erste Mal jemanden vor mir sitzen hatte, der mir nicht sagte, ich hätte nur schwache Nerven und meine Probleme wären hausgemacht. 

 

Ich habe mich früher so oft unverstanden und einsam gefühlt. Sätze wie: "Ach Mensch, iss doch einfach mal anständig und denk nicht drüber nach, das spielt sich doch nur in deinem Kopf ab" haben mich verurteilt und mich ausgeschlossen. 

 

Ich habe dann die Ausbildung begonnen, weil ich den Wunsch hatte, noch viel tiefer in dieses Wissen einzusteigen. Denn schon nach der ersten Beratung hatten sich meine Beschwerden deutlich verringert und es war klar, dass ich auf dem richtigen Weg war. 

 

Wenn du dich in diesem Hamsterrad befindest und ständig Einbußen deiner Lebensqualität erfährst, dann brauchst du das nicht hinzunehmen. 

 

Du kannst etwas ändern. 

 

Du bist nicht alleine und ich möchte dir helfen, zu mehr Lebensqualität zurückzufinden. 

 

In der TCM nennt man diese Probleme mit der Verdauung eine Milz-Qi-Schwäche. 

 

7 körperliche Symptome, die auf eine Milz-Qi-Schwäche hindeuten

  1. Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  2. Allergien
  3. Verdauungsprobleme: Durchfall, häufige Stuhlgänge, unverdaute Nahrung, breiiger Stuhl 
  4. Müdigkeit nach dem Essen 
  5. Blähungen
  6. Konzentrationsprobleme
  7. Heißhunger auf Süß

Wenn du diese körperlichen Symptome zumindest teilweise oder zeitweise kennst, dann möchte ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die dir helfen, wieder auf die Spur zu kommen. 

 

10 Schritte Richtung gutes Bauchgefühl

1. Iss im Idealfall dreimal am Tag warmes, gekochtes Essen

Giulia Enders drückt es in ihrem Buch "Darm mit Charme*" treffend aus. "Kochen erspart uns also die ganze erste Ladung "Entfaltungsenergie", die ansonsten der Magen dafür aufbringen müsste, und ist damit der outgesourcte Teil unseres Verdauungsgeschäfts."

 

In der TCM gibt es das Bild eines Kochtopfs, der sinnbildlich für deine Verdauungskraft steht. Der Topf steht auf dem offenen Feuer und eine warme, energiespendende "Verdauungssuppe" brodelt fleißig vor sich hin. 

 

Solange du warme Zutaten in den Topf gibst, bedarf es keiner weiteren Energie, um die Temperatur der Suppe zu halten. Kalte Zutaten reduzieren die Wärme und es ist neue Energie nötig, um die Suppe wieder zu erwärmen. Diese Energie muss unterm Strich schon mal als Vorauszahlung auf die, durch die Nahrung zu gewinnende Energie, geleistet werden. Einfach gesagt: Es springt weniger Energie für dich dabei heraus. Es macht also durchaus Sinn, den Herd in deiner Küche als Hilfsarbeiter einzuspannen und deinem Körper so Arbeit abzunehmen.

 

2. Verzichte auf Rohkost und kühlende Lebensmittel

 

Bei der Milz-Qi-Schwäche brennt das Verdauungsfeuer eher spärlich vor sich hin. Wenn du dir jetzt nochmal den Suppentopf anschaust, dann kannst du dir vorstellen, dass es mit einem spärlichen Feuer schwerer ist, ihn warm zu halten. Rohes Obst und Gemüse, durchaus gute Zutaten, würden jetzt also noch deutlich mehr die Suppe herunterkühlen. Aber auch Lebensmittel, die von Natur aus kalt sind. In der TCM sind das z.B. Milchprodukte, Zucker und Zitrusfrüchte. 

 

An dieser Stelle wird auch deutlich, warum mir die gute Vollwertkost nach Otto Bruker nicht bekommen ist. Die "kalte" Rohkost hat damals mein Verdauungsfeuer noch weiter geschwächt. 

 

Was frühstückst du? 

 

Joghurt mit Obst? Müsli (Fertigmüslis haben in der Regel einen sehr hohen Zuckeranteil) mit Milch? 

Schau mal mit den Augen der TCM darauf, dann siehst du, dass das alles Kombinationen von kalten Lebensmitteln sind. 

 

Das ist die Löschmannschaft für dein Verdauungsfeuer. 

Kalte Nahrungsmittel kühlen ab. 

Sie reduzieren die Kraft deines Verdauungsfeuers und lassen dich schneller frieren. 

 

Warme Nahrungsmittel unterstützen dein Verdauungsfeuer und sorgen für eine angenehme Körpertemperatur.

 

Auf diese Weise erhält dein Körper die höchst mögliche Energie.

 

In dem Buch der Ernährungs Docs* lese ich die Aussage: "Aktuelle klinische Studien zeigen, dass eine sogenannte FODMAP-reduzierte Ernährung den Darm effektiv beruhigen kann. Dabei verzichten Betroffene sechs bis acht Wochen komplett auf potenziell reizende Zuckerarten, die in Süßigkeiten, Brot, Milchprodukten, Steinobst und Kohl stecken" und sehe den östlichen Ansatz auch aus westlicher Sicht bestätigt. 

3. Starte mit einem warmen Frühstück

 

In der TCM werden den verschiedenen Organen Maximal- und Minimalzeiten zugeordnet. Also Zeiten zu denen sie entweder Höchstleistung erbringen, oder mehr oder weniger ruhen. 

 

Die Organe, die an der Verdauung beteiligt sind, haben in den Morgenstunden ihre größte Kraft. Wenn du diese Kraft durch ein gutes, warmes Frühstück ausschöpfst, dann erhält dein Körper die volle Unterstützung. Auch mittags ist die Verdauungskraft noch gut, Richtung Abend lässt sie aber deutlich nach. Um diese Tageszeit sollten die Mahlzeiten nicht mehr opulent und schwer verdaulich sein. 

 

Wenn du zwischen den Mahlzeiten ca. 3-4 Stunden nichts isst, dann bleibt deinem Körper genug Gelegenheit, zu verarbeiten und zu verdauen. Er wird sich an diese Regelmäßigkeiten gewöhnen und sich wieder erholen. 

 

Solltest du zwischen den Mahlzeiten sehr von Hunger geplagt sein, oder größere Portionen nicht vertragen, dann nimm lieber mehrere kleinere Portionen, über den Tag verteilt zu dir. Aber versuche auch hier, eine gewisse Regelmäßigkeit einzuführen. 

 

4. Kaue intensiv und schlinge nicht

 

Beim Kauen werden schon im Mund Enzyme freigesetzt, die deinem Körper bei der Verdauung helfen. 

 

Im Mund startet bereits die Verdauung und je besser du deine Nahrung zerkleinerst, desto weniger muss das dein geschwächtes Verdauungsfeuer tun. 

 

Wenn du deine Mahlzeit herunter schlingst, dann ergibt sich noch ein anderes Problem. Das Sättigungsgefühl setzt erst nach ca. 20 Minuten ein.  Wenn du bis dahin schon zwei Teller verdrückt hast, dann isst du vielleicht mehr, als dein Körper braucht und verdauen kann. Lass dir Zeit und finde wieder das richtige Maß. Die Milz-Qi-Schwäche kann auch einfach dadurch entstehen, dass dein Körper ständig Überstunden leisten muss. 

 

5. Verzichte auf Brot

 

Brot gilt in der TCM als befeuchtend. 

 

Symptome wie Durchfall und breiiger Stuhl weisen auf Feuchtigkeit hin. 

 

Übergewicht ist auch ein Ausdruck von Feuchtigkeit. 

 

Was Feuchtigkeit ist? In der TCM wird Feuchtigkeit TAN genannt. Gemeint ist eine Art unverdaulicher Schleim, im westlichen beschreibt der Begriff Schlacken diesen Zustand am besten. 

 

Du hast bestimmt schon mal gehört, dass jemand verschlackt ist. 

 

Brot ist in unserer Ernährung so selbstverständlich, dass es schwer fällt, es eine Weile vom Speiseplan zu streichen. Wenn du dir das so gar nicht vorstellen kannst, dann toaste dein Brot. Das nimmt ein wenig von der  befeuchtenden Wirkung. 

 

Tatsächlich ist mir persönlich das im Endeffekt aber gar nicht so schwer gefallen, denn bei drei warmen Mahlzeiten am Tag ist eh kein Raum für Brot. Und damit entfällt auch die Frage nach dem Belag. Denn das obligatorische Käsebrot legt dem geschwächten Verdauungssystem ja auch noch Steine in den Weg. 

 

6. Iss in einer ruhigen und freundlichen Umgebung

 

In der TCM sind Milz und Magen, beide gehören zum Erd-Element, für die Verdauung zuständig. 

 

Verdaut werden müssen auch Emotionen und Eindrücke. 

 

Wenn du während einer gemeinsamen Mahlzeit mit deinem Tischnachbarn streitest oder Problemgespräche führst, dann geht ein Teil deiner Verdauungsenergie in die Verarbeitung eben dieser Emotionen.

 

Diese Energie steht für die Verdauung deiner Mahlzeit dann nicht mehr zur Verfügung. 

 

Dieser ganzheitliche Ansatz der TCM erklärt, warum du in überfüllten Kantinen oder im Gespräch zwischen Tür und Angel, zwischen zwei Terminen oder vor dem Fernseher aus deiner Nahrung nicht die volle Ladung schöpfen kannst und sich bei dir das wohlige Sättigungsgefühl nicht einstellt. Stattdessen fühlst du dich eher aufgebläht, voll und du wirst müde. 

 

7. Koche mit frischen Zutaten

 

Frisches Gemüse, gekochtes Getreide und ein gutes Eiweiß bilden die Basis einer guten Mahlzeit. 

 

Gemüsesorten die kompakt und/oder rund sind, gehören zum Erd-Element und unterstützen bei der Verdauung. Hierzu gehören z.B. 

  • Karotten
  • Pastinaken
  • Kürbis
  • Süßkartoffeln

Besonders hilfreich ist es, wenn du das Gemüse lange kochst oder im Backofen schmorst. Es wird auf diese Art noch bekömmlicher. 

 

Gekochtes Getreide jegliche Art baut Milz-Qi auf und transportiert Feuchtigkeit ab.

 

Es macht satt und unterstützt. 

 

Hierzu gehören z.B.

  • Hirse 
  • Reis
  • Bulgur
  • Couscous
  • Amaranth
  • Quinoa 

Fisch und Geflügel sind gute, nährende Eiweißlieferanten. 

 

Aber Vorsicht: zu viel Fleisch kann das Verdauungssystem überfordern.

 

Pflanzliche Alternativen sind Hülsenfrüchte in allen Varianten. Allerdings kann es sein, dass aufgrund der Milz-Qi-Schwäche diese ebenfalls schwer zu verdauen sind. Hier kommt es auf deine Konstitution an, und es liegt an dir, auszutesten, wie viel du wovon verträgst. 

 

8. Meide Fertiggerichte

 

In Fertiggerichten sind in der Regel sehr viele Zutaten, die sowohl Farbe, Haltbarkeit und Geschmacksempfinden beeinflussen. Mit anderen Worten, Zutaten, die gewöhnlich nicht unbedingt auf deinen Teller gehören. 

 

Je länger die Zutatenliste eines Fertiggerichtes oder eines Fertigproduktes ist, desto mehr Arbeit hat dein Körper, um diese zu verstoffwechseln. 

 

Viele der Zutaten reizen deinen Darm und überfordern ihn zusätzlich. 

 

9. Vermeide extreme Nahrungsmittel

 

Scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer, Knoblauch oder Curry haben eine erhitzende Wirkung und reizen durch ihre Extrem ebenfalls den Darm. 

 

Kaffee regt die Verdauung sehr stark an und wenn du zu Durchfällen oder breiigen Stühlen neigst, dann teste, ob es dir hilft, Kaffee wegzulassen oder zu reduzieren. 

 

Frittiertes und Fettiges befeuchten auch sehr stark und sind für dein geschwächtes Verdauungssystem eine harte Nuss. 

 

10. Darmflora wieder aufbauen

 

Durch starke Durchfälle, wiederholte Magen-Darm-Infekte oder Antibiotika Behandlungen wird die Darmflora gestört.

 

Eine gestörte Darmflora kann auch die Ursache für ein schwaches Immunsystem sein. 

 

Ich habe mich seinerzeit von einem Heilpraktiker beraten lassen und ein entsprechendes Mittel zum Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützend zur Ernährungsumstellung eingenommen. 

 

Wenn dich das interessiert, dann sprich bitte mit deinem Arzt oder Heilpraktiker. 

 

Es gibt verschiedene Mittel und über Wirksamkeit und Sinn gibt es viele Diskussionen.

 

Ich für meinen Teil kann aber nur von positiven Erfahrungen berichten. 

 

Ich weiß, das hört sich jetzt so an, als ob du von nun an nur noch verzichtest. 

 

Tatsächlich ist bei einer starken Milz-Qi-Schwäche, so wie ich sie hatte, aber leider eine recht strenge Konsequenz nötig. 

 

Allerdings nur über eine Zeitraum von ein paar Wochen. Zumindest so lange, bis die Beschwerden sich deutlich verbessert haben. 

 

Danach kannst du Schritt für Schritt testen, welche Lebensmittel du verträgst und welche dich wieder aus dem Gleichgewicht werfen. 

 

Teste dabei bitte nie mehrere Lebensmittel gleichzeitig, denn sonst weißt du hinterher nicht, welches die schlechte Reaktion ausgelöst hat. 

 

Wenn du befürchtest, dass du in dieser Zeit nicht genügend Nährstoffe erhälst, dann bedenke, dass deine Ernährung nur so gut sein kann, wie der Darm in der Lage ist, diese anzunehmen und zu verarbeiten. 

 

Ich kann heute nur sagen, dass ich mich unglaublich auf meine Mahlzeiten freue. Ich esse abwechslungsreich und mit großem Appetit. Ich experimentiere und genieße. 

 

"Ich habe Essen nicht zugetraut, dass es mir gut tun kann".......und diesen Satz kann ich definitiv streichen. 

 

Wie sieht es bei dir aus?

Stimmt dein Bauchgefühl?

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Kommentare: 5
  • #1

    Kirstin (Donnerstag, 10 Mai 2018 16:14)

    Liebe Anja,
    herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich kann deine Geschichte total nachvollziehen. Auch ich habe irgendwann die Gesundheitsberater-Ausbildung im Bruker- Haus begonnen, weil alles so total plausibel klang, und auch mir ging es genauso - dass ich nach der Empfehlung, ich solle - bei meinem Krankheitsbild - fortan nur noch reine Frischkost (also Rohkost) essen, mich sterbenskrank fühlte und dachte, wenn das mein Leben sein soll, dann ist das echt nicht lebenswert (nur Bauchschmerzen, immer kalt, kein Genuss - ich mag gar keine Rohkost :) ).
    Und auch ich hätte heulen können vor Glück, als ich zu einem TCM - Arzt kam und dieser die Hände über dem Kopf zusammenschlug (sinnbildlich ;) ) und sagte, bei meinem schwachen Verdauungssystem sei dies die denkbar schlechteste Ernährung. Das war für mich eine Offenbarung, weil mein Körper genau das gesagt hatte. Und es war ein Ende der Schuldgefühle und Selbstzweifel, weil ich wirklich an mir und meiner Intuition gezweifelt hatte, denn diese Ernährungsform und auch die Vollwertkost mit ihren vielen Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, tat mir überhaupt nie gut! Aber, es sollte doch so gesund sein....wieso ging es mir dann nicht gut!? Musste wohl an mir oder irgendwelchen unbewussten Widerständen liegen....
    So war die Begegnung mit der TCM für mich auch ein Weg zu mir, ein Weg zu erkennen, dass mit mir nichts falsch ist, wenn ich das, was die aktuelle Meinung so sagt, gar nicht mag oder vertrage. Z.B. eine Offenbarung war auch die Erkenntnis, dass ich so viel innere Hitze habe, dass es überhaupt gar kein Wunder ist, dass ich keinerlei Ambitionen verspüre, Sommerurlaube im Süden zu verbringen (Gott, wie viele abwertende Sprüche ich mir darüber anhören musste und wie sehr ich mich in der Folge von mir selbst abgewandt und mich dafür verurteilt habe...).
    Nun freue ich mich total, hier auf dieser Seite so tolle (und konkrete) Inspiration zu finden und danke dir von Herzen dafür!

  • #2

    Anja (Donnerstag, 10 Mai 2018 17:31)

    Liebe Kirstin, ich danke dir von Herzen für deine Ehrlichkeit und Offenheit. Das ist ein sehr bewegender Bericht, in dem ich mich auch oft wieder finde. Ich kann dich so gut verstehen. Ich finde es toll, dass du diesem beschwerlichen Weg letztendlich doch so manche wertvolle Erkenntnis abgerungen hast und ich drücke dir die Daumen, dass du diese auch leben und durchsetzen kannst. Es hört sich zumindest so an. Ich freue mich, wenn ich dir auch konkrete Tipps mit auf den Weg geben konnte. Schmunzeln musste ich bei der Wahl der Urlaubsländer: Meine Favoriten ist Südengland und ich hab gar kein Problem damit, auch im Sommer dort mal ne Jacke anziehen zu müssen ;)
    Alles Gute für dich :)

  • #3

    Kirstin (Sonntag, 13 Mai 2018 19:29)

    <3

  • #4

    Hannelore (Dienstag, 15 Mai 2018 08:33)

    Liebe Anja!
    Einfach toll dein Beitrag. Ich habe auch bestimmt eine Milz Qi Schwäche , das an den Symptomen was bei mir anders ist, ist das ich hartnäckige Verstopfung habe als keinen Durchfall. Habe vor ein paar Wochen damit anfangen warm zu frühstücken. Auch sonst über den Tag warm zu essen. Kannst du mir sagen was für Symptome Oder auf. was ich noch achten soll damit dich dieses bessert.
    Alles Liebe �

  • #5

    Anja (Dienstag, 15 Mai 2018 08:43)

    Hallo Hannelore, danke für deine Worte. Bei Verstopfung spricht man von Trockenheit. Trockenheit wird durch heiße Nahrungsmittel begünstigst. Also z.B. scharfe Gewürze, Alkohol und auch Kaffee trocknet aus. Aber auch Stress und heiße Emotionen (z.B. Wut oder Ärger). Reiner Trockenheit wirken kühlende Nahrungsmittel entgegen. Tatsächlich also ein wenig Rohkost z.B. Aber da ich dich nicht kenne und nicht weiß, ob du in deinem Körper an anderer Stelle Feuchtigkeit und Kälte hast, würde ich dir das nur in ganz kleinen Mengen empfehlen. Helfen kannst du dir in jedem Fall mit gekochten Mahlzeiten. Nimm erfrischendes Gemüse wie Zucchini, Auberginen, Paprika, Spinat, Mangold, Staudensellerie oder Brokkoli und koche es kurz. Das baut Blut und Säfte auf und wirkt der Verstopfung entgegen. Ebenso grundsätzlich alles Grüne. Baue in dein Abendessen Suppen ein. Die haben viel Saft und eine hohe Verdaulichkeit. Viele liebe Grüße und alles Gute.