Depressive Verstimmungen. Essen macht Laune.

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Gestern war Sonntag. Da war der Himmel noch blau. Heute, am Montag hat sich die Sonne hinter vielen grauen Wolken verkrochen.

 

Ich ärgere mich über mich selbst, aber ich kann es nicht ändern. Gestern war ich gut gelaunt und voller Energie. Heute blase ich Trübsal, und möchte mich am liebsten im Bett verkriechen. Und das, obwohl ich meine Arbeit mag und eigentlich auch meinen Alltag.

 

Und deshalb ärgere ich mich. Das kann doch nicht sein, dass ich so beeinflussbar bin durch das Wetter. Und durch Montage.

 

Bestimmt kennst du solche Tage auch.

 

Irgendwie ist alles grau, du läufst lustlos durch die Gegend und kannst dich zu nichts aufraffen. Solange das kein Dauerzustand ist (dann solltest du dir Hilfe suchen), ist das ja im Grunde harmlos.

 

Greifst du dann zu Süßigkeiten? Kuchen und Gebäck? Nachspeisen und Schokoriegeln?

 

Damit bist du ebenfalls nicht alleine.

 

Dieser Hunger auf Süß ist ein Marker.

 

Also ein Signal deines Körpers, dass mit einem Augenzwinkern auf das Erd-Element verweist.

 

Das scheint in diesem Moment sein Gleichgewicht verloren zu haben.

 

So etwas passiert im Laufe des Tages immer wieder mal. Alle Elemente agieren nicht starr miteinander. Es ist ein ständiger Wechsel und ein ständiges Einpendeln.

 

Also erstmal kein Grund zur Sorge. 

Aber trotzdem hast du möglicherweise keine Lust, als Miesepeter durch die Gegend zu laufen. 

 

6 Tipps für bessere Laune.

1. Genieße den süßen Geschmack. Hol dir Hilfe aus der Erde.

 

Oh schade, ich erteile dir jetzt nicht den Ratschlag, dich mit Bergen von Süßkram vollzuhauen 😉. Aber ich habe einen Tipp, der dir auf Dauer hilft und nicht nur für ein paar Minuten.

 

Iss gekochtes rundes und knolliges Wurzelgemüse wie z.B.

  • Kürbis,
  • Süßkartoffeln,
  • Kartoffeln,
  • Zwiebeln,
  • Rote Bete aber natürlich auch die
  • Karotten.

Durch den Kochprozess wird das Gemüse süß, und das wirkt positiv auf das Erd-Element, dem eben dieser süße Geschmack zugeordnet wird. Ein lang gekochter und dampfender Eintopf spendet Wärme und bringt die Erde in die Balance.

 

Hier findest du ein Rezept für so einen schönen Eintopf….

 

2. Naschen erlaubt!

 

Das Bedürfnis sich in Trübsal-Zeiten etwas in den Mund zu schieben, ist groß. Allerdings bewirken zu viel Schokolade und Kuchen das Gegenteil, denn sie befeuchten die Erde zu stark und als Folge daraus stellt die Erde ihre Arbeit ein.

 

Übrigens passiert das auch, wenn du thermisch kalte Lebensmittel isst. Schau mal hier….

 

Nüsse wie z. B. die Walnuss, Haselnüsse, Mandeln und Pistazien werden ebenfalls der Erde zugeordnet, und sie wirken nährend und entspannend. Sie sind eine gute Alternative und nebenbei baust du dadurch, dass du kräftig zubeißen musst, auch noch die ein oder andere Spannung ab 😉.

 

 

Wusstest du, dass z.B. Walnüsse durch ihren Anteil an Tryptophan dem Körper helfen, das Glückshormon Serotonin zu bilden? Insofern wirken sie ebenso positiv wie Fisch. Das ist mein nächster Tipp. 

 

3. Den Antrieb aktivieren. Hilfe aus dem Wasser.

 

Ebenfalls heißt es in der westlichen Ernährungstherapie, dass Fisch stimmungsaufhellend wirkt, weil sein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren die Produktion der Glückshormone Serotonin und Dopamin positiv beeinflusst.

 

Reich an Omega-3-Fettsäuren sind laut der „Großen GU Nährwert und Kalorien Tabelle“

z.B.

  • Dornfisch,
  • Hering,
  • Makrele,
  • Sprotten,
  • Thunfisch und
  • Lachs.

Bestimmt hast du schon gehört, dass auch Leinöl reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Kalt gepresste Öle bereichern deine Mahlzeiten und können gerne nach dem Kochvorgang über die Mahlzeiten gegeben werden. Allerdings ist es ratsam, Leinöl in kleinen Flaschen zu kaufen, denn es ist, einmal geöffnet, nicht lange haltbar. Bitte lagere es lichtgeschützt und kalt. Sollte es bitter werden, dann schütte es weg, denn ab dem Moment ist es nicht mehr essbar.

 

Auch aus Sicht der TCM ist es ratsam, sich Hilfe aus dem Wasser-Element zu holen. Im Wasser entsteht der Impuls. Der Impuls sich aufzuraffen und etwas zu tun, der Impuls ein Projekt zu beginnen, der Impuls etwas zu verändern.

 

Das Wasser-Element unterstützt du gut durch Hülsenfrüchte.

 

Also z.B. Linsen, Kidneybohnen, weiße Bohnen, Erbsen und Kichererbsen aber natürlich auch Tofu und Lupino.

 

Weitere Infos zum Thema Wasser-Element findest du hier…

 

 

4. Hol dir Farben auf deinen Teller. Hilfe aus dem Holz.

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Grünes Gemüse enthält einen Vorläufer der Omega-3-Fettsäuren. Auch hier sind sich Ost und West also einig. Denn grünes Gemüse unterstützt mit seiner Farbe das Holz-Element und wirkt unterstützend und ausgleichend. Da im Holz-Element der Impuls aus dem Wasser umgesetzt wird, ist das besonders wichtig.

 

5. Bleib in Bewegung.

 

Es klingt vermutlich ziemlich banal. Aber frische Luft und Bewegung tun einfach gut.

 

Gerade an einem Tag, an dem der Himmel grau ist.

 

Mit Sicherheit liegt das auch daran, dass Bewegung dein Qi zum Fließen bringt.

 

Erinnerst du dich? Qi ist deine Lebensenergie. Egal wie geladen dein Qi-Akku ist, wenn dein Qi nicht überall ankommt, dann nützt es dir nichts. 

 

6. Mach das Licht an.

 

In der Apotheken-Umschau habe ich folgende Aussage gefunden, die ich einleuchtend finde.

 

"Die saisonal abhängige Depression ist eigentlich nichts anderes als ein 'Überbleibsel' des Winterschlafs beim Menschen – der Körper geht in einen Energiesparmodus. Bloß brauchen Menschen dies heute nicht mehr", sagt Privatdozent Dr. Dieter Kunz, der Chefarzt der Klinik für Schlaf- und Chronomedizin am Berliner St. Hedwig-Krankenhaus ist.“

 

Brauchen wir das heute nicht mehr oder leben wir einfach nur nicht mehr danach?

 

Ich glaube vielmehr, unser Leben gibt es eben nur nicht mehr her. Wer kann es sich schon leisten, im Winter in den Rückzug zu gehen? Aber in dieser Hinsicht ist unser Körper möglicherweise tatsächlich noch auf alten Pfaden unterwegs. Ich finde es ist hin und wieder auch durchaus eine Option, den Miese-Peter-Tag zu zelebrieren, sich unter eine Decke zu kuscheln und das Nichts-tun zu genießen.

 

Rückendeckung durch die TCM habe ich mit dieser Meinung auf jeden Fall. Der Winter ist die Zeit des Rückzugs und der Ruhe. Zeit wieder Kraft zu tanken, um mit neuer Energie und neuen Projekten in den Frühling zu starten. 

 

Was mir persönlich sehr geholfen hat, ist, so viel Licht zu tanken, wie es geht.

 

Und auch hier spielen die Hormone Melatonin und Serotonin wieder eine große Rolle. Denn, wen wundert es mittlerweile noch, durch Sonnenlicht steigt der Spiegel des „Glückshormons“.

 

Da das Sonnenlicht auch dafür verantwortlich ist, dass unser Körper Vitamin D bilden kann, wirkt es auf vielen Ebenen. Ein chronischer Vitamin D Mangel verursacht weitaus mehr als nur Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und depressive Tage. Allerdings scheint es irgendwie auch in Mode gekommen zu sein, Vitamin D zu substituieren. Ich finde das fraglich und würde immer erst mit meinem Hausarzt sprechen, ob das nötig ist und wenn ja, in welcher Dosierung. 

Wusstest du, dass Pilze auch die Vitamin D Bildung fördern? Deshalb macht es in den Wintermonaten durchaus Sinn, Pilze in die Küche zu holen. Und lecker ist es eben auch 😉.

 

So, was mache ich denn jetzt heute, an dem grauen Montag?

 

Da ist keine Sonne.

 

Es geht auch ohne. Seit ich meinen Hund habe, und täglich motiviert werde, vor die Tür zu gehen, habe ich nur noch selten Stimmungsschwankungen. Das war früher deutlich häufiger. Tatsächlich heißt es, dass es schon sehr hilfreich ist, wenn du 20-30 Minuten am Tag im Tageslicht verbringst. Am besten zur Mittagszeit. Allerdings nicht voll vermummt. Wenn die Sonne deine Haut nicht berühren kann, dann nützt es nichts.

 

Gute Erfahrungen habe ich auch mit einer Tageslichtlampe gemacht.

 

Sie simuliert mit einer hohen Lux-Zahl das Sonnenlicht, und so saß ich, bevor mein Hund in mein Leben kam, täglich 30 Minuten vor dieser Lampe und habe sozusagen meinen Akku aufgeladen.

 

Wenn du sehr unter dem klassischen Winterblues leidest, dann lohnt es sich vielleicht auch für dich, diesen Versuch zu starten. 

 

Hast du die Möglichkeit deine Mittagspause draußen zu verbringen?

Wusstest du, dass Südfrüchte, Käsebrote und Joghurts den Winterblues verstärken können?

Bist du ein Bewegungsmuffel?

Zelebrierst du auch mal das Nichts-tun?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

 

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