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Folge 15 - Totale Erschöpfung und lähmende Müdigkeit.

 

Ich glaube, ich war ungefähr 12 oder 13 Jahre alt, als ich mit meinen Eltern und meinem Bruder in einem schicken Restaurant essen war. Wir hatten ein teures Menü bestellt und unser Tisch war schön gedeckt. In der Mitte stand eine Warmhalteplatte. Als ich mir etwas Essen auf den Teller legen wollte, stieß ich mit meinem Arm gegen ein Glas und es kippte um. Der Inhalt ergoss sich direkt auf die Warmhalteplatte, und weil heiß und kalt aufeinander trafen, gab es eine große Dampfwolke mit einem gewaltigen Zisch-Geräusch. Alle drehten sich um und starrten mich an. Ich hätte in Grund und Boden versinken können. Meinen Eltern war das ebenfalls recht peinlich. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr erinnern, ob sie geschimpft haben oder nicht. Aber der Dialog, der in meinem Kopf losging, war sehr scharf. Sätze „ich bin so ungeschickt, ich bin zu blöd anständig zu essen, hätte ich nicht stillsitzen können“ usw. dröhnten durch meinen Kopf. Ich glaube, das kennen wir alle. Wir sind meistens selbst unsere größten Kritiker und wir definieren oftmals auch unseren Wert darüber, wie gut oder schlecht wir in etwas sind. Und das ist auch gleichzeitig unser gnadenloser Antreiber, der uns dazu bringt, über unsere Leistungsgrenzen hinaus zu gehen. 

 

Diese Thematik gehört zum Metall-Element.

 

Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt ist das wohl völlig normal, aber wird das Metall-Element zu trocken, dann überschreiten wir Grenzen. Wo genau diese Grenzen liegen, das möchte ich heute Birgit fragen.

 

Birgit Lieser ist seit über 20 Jahren in ihrer Praxis in Köln als Dipl.-Psychologin tätig. Sie arbeitet ganzheitlich und sie vereint Psyche und Ernährung in ihren Empfehlungen.

 

 

Bildquelle: www.pixabay.de


 Wie gnadenlos kannst du mit dir sein?

Findest du, dass deine Leistungen gut genug sind?

Dass du gut genug bist?

 

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