Gesunde Darmflora - sauer macht lustig!

Sauer macht lustig. Diese Redewendung hast du bestimmt auch schon mal gehört.

 

Ursprünglich hieß es: „Sauer macht gelüstig.“

 

Gemeint ist damit, dass der saure Geschmack appetitanregend wirkt.

 

Aus Sicht der alten Chinesen hat der saure Geschmack eine weitere wichtige Wirkung.

 

Der saure Geschmack wirkt zusammen- und nach unten ziehend.

 

Und er gehört zum Holz-Element.

 

Die energetische Richtung des Holz-Elements ist nach oben.

 

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

 

Das klingt jetzt vermutlich tatsächlich chinesisch 😉.

 

Deshalb möchte ich dir anhand einer alten Erinnerung erklären, was ich damit meine.

 

Kennst du noch das HB-Männchen?

Falls nicht. Das HB-Männchen war eine Zeichentrickfigur, die ständig dazu neigte „in die Luft zu gehen“. Dieses Männchen regte sich über alles Mögliche auf, und im Anschluss explodierte es mit einem kräftigen, cholerischen Wutanfall.

 

Für mich ist dieses HB-Männchen ein Sinnbild für ein überhitztes Holz-Element.

 

Wenn ein Mensch sich ärgert und wütend wird, dann wird sein Gesicht ganz rot und heiß. Daran erkennst du, dass seine innere Hitze (die Wut) noch oben gestiegen ist. 

 

Das meinen die alten Chinesen, wenn es heißt, die energetische Richtung des Holz-Elements ist nach oben aufsteigend.

 

Infobox Männchen mit Qualm aus den Ohren und rotem Kopf ist wütend Hitze steigt nach oben TCM

Bildquelle: www.pixabay.de


(Wenn du mehr darüber wissen möchtest, dann passt mein kleines Online-Kurs Hitzkopf trifft Frostbeule gut zu dir…)

 

Der saure Geschmack wirkt genau entgegengesetzt.

 

Er zieht zusammen und nach unten.

 

Wie ein Cowboy mit einem Lasso fängt er also die nach oben steigende Energie ein, und zieht sie an ihren ursprünglichen Platz.

 

Die Wut verraucht.

 

Aber Vorsicht:

 

Ein zu viel des sauren Geschmacks bewirkt das Gegenteil.

 

Es kommt eben auf das richtige Maß an.

 

Und auf die richtigen Lebensmittel. 

Hast du schon einmal Pickles gegessen?

Vermutlich als saure Gürkchen aus dem Glas.

 

Die sind aber ein schlechtes Beispiel, denn sie wirken Hitze fördernd auf das Holz. Das liegt daran, dass sie in der Regel nicht fermentiert, sondern in Branntweinessig eingelegt wurden.  Branntweinessig ist thermisch heiß, also alles andere als hilfreich, wenn es darum geht, einen kühlen Kopf zu bewahren. 

 

Fermentation - Motivierte Helfer für den Darm

Infobox säure Gürkchen im Glas alles über Fermentation TCM

Bildquelle: www.pixabay.de

Dabei entsteht der leicht saure Geschmack.

 

Ein gutes Beispiel ist das Sauerkraut.

 

Fein geschnitten wird Weißkohl mit einer Salzlake bedeckt. So wird verhindert, dass der Kohl mit Sauerstoff und schädlichen Bakterien in Berührung kommt.

Das Salz entzieht nun den Pflanzenzellen Wasser, Zucker und andere Stoffe. So können die Milchsäurebakterien aktiv werden. Sie verbrauchen bei der Fermentation den Zucker und produzieren daraus eine komplexe Mischung aus Alkoholen, Säuren und Aromastoffen.

Übrigens bleibt der Nährstoffgehalt des Kohls dabei erhalten.

 

Sogar das Vitamin C, und als kleinen Bonus obendrauf bilden sich B-Vitamine.

 


Und beim Genuss des Kohls sorgen die Milchsäurebakterien dafür, dass die Darmflora gesund bleibt.

 

Nun schmeckt der Kohl, oder vielmehr das Sauerkraut erfrischend herb und knackig.

 

Auch wenn der Kohl nicht gekocht wurde, gilt er nun aus Sicht der alten Chinesen nicht mehr als Rohkost.

 

Fermentiertes Gemüse erfrischt das Holz-Element.

 

So entsteht eine gelungene Beilage, die immer wieder mal genossen werden darf.

 

Mein absolutes Lieblings-Rezept sind die Rote-Bete-Apfel-Pickles, die ich in meiner Ausbildung kennengelernt habe.

 

Infobox Esslöffel in grün, Schrift Pickles, Glas mit sauren Gürkchen, TCM

Bildquelle: www.pixabay.de


Hier geht es bald zum Rezept-Video….ist in Arbeit!

 

Und weil meine Erfahrung sich auch nur auf dieses Rezept beschränkt 😉, spreche ich in meinem Podcast wieder einmal mit Elke Euteneuer. Elke ist ausgebildete 5-Elemente-Köchin und ich bewundere immer ihre Phantasie und ihren Entdeckerdrang, wenn es um neue Rezepte geht. Hier geht es zur Episode….

 

Hast du schon einmal Gemüse fermentiert?

Oder deinen Joghurt selbst gemacht?

Oder ist das ein Thema, an das du dich überhaupt nicht heran traust?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

 

 

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