Die Milz als Yin-Organ der Erde

Die Milz ist verantwortlich für die Verdauung. 

 

Sie nimmt die Nahrung auf, verarbeitet sie und verteilt die daraus gewonnene Energie. So bildet sie die materielle Basis des Körpers und des Qi. 

 

Diese Eigenschaft macht sie zum wichtigsten Organ für die Ernährungstherapie. 

 

In den Funktionskreis um die Milz gehört auch die Bauchspeicheldrüse, genau genommen ist im Grunde damit der gesamte Verdauungsprozess gemeint. 

 

Verdaut werden müssen aber nicht nur Speisen und Getränke. Auch die Verdauung von seelisch-geistigen Eindrücken unterliegt der Milz. 

 

Ein gesunder Menschenverstand, das Denken und die Konzentration finden ihre Basis in der Milz. 

 

Funktionen der Milz

  • Die Milz ist für die Umwandlung der Nahrung zuständig. Sie trennt die im Magen gereiften Speisen in klar und unklar. Der klare Anteil wird als Nahrungsessenz aufgenommen und der unklare Anteil wird zum Darm weitergeleitet. Diese Nahrungsessenz ist die Quelle des nachgeburtlichen Qi, aber auch von Blut, Körperflüssigkeiten und Substanz. Aus diesem Grund kann es bei einer schwachen Milz zu einem Mangel an Qi und Blut kommen. 
  • Die Milz reguliert die Menge und den Zeitpunkt der Produktion von Verdauungssäften und sie steuert den Speichel.
  • Die Milz öffnet sich in Mund und Lippen, denn auf diesem Weg gelangen Speisen in den Körper.
  • Sie ist ebenfalls zuständig für den Geschmackssinn. Eine Milz-Schwäche kann sich aus diesem Grund in Appetitlosigkeit und fehlendem Geschmackssinn zeigen.
  • Sie ist zuständig für das Bindegewebe und  und sie hält die Organe an ihrem Platz sowie das Blut in den Gefäßen.
  • Die Milz beherrscht den Verstand und das Denken. Hier ist vor allen Dingen das analytische Denken und eine gute Konzentration gemeint. Ebenso die Fähigkeit Erlebnisse einzuordnen und zu verarbeiten. 
  • Die Verdauungsfunktion der Milz ist abhängig von einem guten Verdauungsfeuer. Dieses Feuer kommt hauptsächlich aus den Nieren. Die alten Chinesen verdeutlichen die Verdauung und den Stoffwechsel über das Bild des 3-fachen Erwärmers. Bitte schau dir hier an, wie dieser funktioniert....

Welcher Klimafaktor schadet der Milz am häufigsten?

 

Die Milz ist anfällig für Feuchtigkeit und Kälte. 

 

Aus diesen beiden Faktoren kann eine Art Schleim entstehen. In der TCM heißt dieser Schleim TAN und er kann die Meridiane und Blutgefäße verstopfen.

 

Wird auf diese Weise der Fluss gestört, wird die Milz in ihrer Funktion beeinträchtigt und es entstehen Ödeme, weiche Stühle, Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit und es kann zum Beispiel zu Organvorfällen, schwachem Bindegewebe, starken Blutungen und schlechter Wundheilung kommen. 

 

Die Emotion der Erde.

 

Die Emotion der Erde ist das Sorgen. Das Grübeln. 

 

Es heißt, dass Sorgen das Qi verknoten und, dass Denken im Übermass das Milz-Yang schwächt. 

 

Umgekehrt kann aber auch eine feuchte Milz die Gedanken kreisen lassen. 

 

Der Magen als Yang-Organ der Erde

 

Milz und Magen bilden zusammen einen großen Kochtopf. 

 

Speisen werden in diesem Topf gekocht, sie gären und sie reifen. Es findet die Umwandlung in Körpereigenes statt und die Abfälle werden weiter an den Darm geleitet. 

 

Der Magen neigt dazu zu überhitzen. Aus diesem Grund braucht er ausreichend Flüssigkeit und sein Klima darf nicht zu trocken sein. 

 

Hier wird deutlich, wie wichtig das richtige Gleichgewicht ist. 

 

Während die Milz eher zu Yang-Mangel und Kälte neigt, und aus diesem Grund die Trockenheit liebt und eher unter Feuchtigkeit leidet, ist es beim Magen genau umgekehrt. 

 

Aus diesem Grund sind neutrale Lebensmittel eine gute Grundlage für eine stabile Mitte.